Vom 08.12.1999, Update am 18.07.2001
Test MP3-Encoder
MP3 Producer Professional
Von Opticom und damit aus dem direkten Umfeld des Fraunhofer Institutes stammt der MP3 Producer Professional. Opticom wurde 1995 als Spin-off des Fraunhofer Institutes gegründet. Mit 199 Dollar gehört er zu den kostspieligeren MP3-Produzenten. Opticom offeriert für 49 Dollar auch eine preiswertere Variante. Die beiden Varianten unterscheiden sich in erster Linie in der Auswahl der Bitraten. Der Producer Professional bietet von 8 KBit/s bis 256 KBit/s nahezu das komplette Programm. Wer sich für die preiswerte Version entscheidet, muss auf die Bitraten oberhalb von 128 KBit/s verzichten. Viel Luxus bietet der Encoder nicht. Weder das automatische Benennen der MP3-Dateien noch eine Datenbank-Anbindung gehört zu seinen Eigenschaften. Das Codieren mehrere WAV-Dateien ist simpel, es genügt die Ursprungsdateien per Drag&Drop ins Fenster zu ziehen oder über ein Auswahlfenster hinzu zufügen. Sehr angenehm: die Batch-Listen lassen sich abspeichern und bei Bedarf wieder laden. Als Besonderheit gibt der Producer Professional die Dateien nicht nur als MP3 aus, sondern auch als komprimierte WAV-Dateien.
In Sachen Geschwindigkeit erwarten wir beim Fraunhofer Codec keine Weltwunder. So vergehen auch 79 Sekunden bis das Teststück in 128 KBit/s vorliegen. Wer sich für den High-Quality-Modus entscheidet, darf über zwei Minuten auf das Ergebnis warten.
Den kompletten Sampler transformiert der Producer Professionell in einer guten halben Stunde ins MP3-Format. Trotz abgeschalteter HQ-Funktion unterscheidet sich das MP3-Stück (La Mamma Morta von Maria Callas) nur kaum von dem MP3-Lied mit HQ-Option. Dies steht im Gegensatz zur Xing-Engine, die die hohe Frequenzen des Liedes weitläufig herausfiltert, sobald das Stück nicht im High-Frequency-Mode komprimiert wurde.
| Produkt | MP3 Producer Professionell |
|---|---|
| Hersteller | Opticom |
| Lizenz | Commercialware |
| Preis | 199 Dollar |
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