Wie RFID funktioniert - und wie nicht

RFID scheint eine einfache Sache zu sein. Anscheinend braucht es nur drei Dinge: ein Lesegerät, einen so genannten RFID-Chip, ein bisschen Backend-Software - das war's. Leider ist es nicht ganz so einfach.
Grundsätzlich besteht die RFID-Technik aus einem Transponder und einem Lesegerät. Ein Transponder ist ein Mikrochip mit - je nach Eigenschaft - bis zu 2 Mbit Speicherkapazität und einer Antenne (oder auch Spule), die die elektromagnetischen Wellen eines Lesegerätes aufgreift und die Daten weiterleitet. Transponder (auch Tags genannt) nehmen Frequenzen von Wellen auf und strahlen sie auch wieder verstärkt ab. Das Wort setzt sich aus den englischen Begriffen Transmitter und Responder zusammen.


Die auf einem RFID-Chip gespeicherten Daten lassen sich in vier Typen klassifizieren: Fertigungsdaten enthalten Angaben wie etwa Auftragsinformationen, fortlaufende Produktnummern sowie weitere Kennzeichnungsdaten. Produktdaten umfassen Angaben zum Material und zu den Chargennummern aller verbauten Teile. Die Montageinformationen sind wichtig für kommende Produktionsschritte. Die Messdaten schließlich geben Angaben zu Prüfvorgängen wieder.


Die Geschwindigkeit, in der die Daten ausgelesen werden können, hängt unmittelbar von der Menge der Informationen ab, die auf einem Transponder gespeichert sind. Deshalb muss ein Unternehmen vor dem geplanten Einsatz von RFID immer abwägen zwischen schnellen Leseprozessen einerseits und der Befähigung, viele Daten zu erfassen, andererseits. Transponder, die beispielsweise in der Montage zum Einsatz kommen, müssen meist nur Datenvolumen von einigen KByte speichern.


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